Rund 560 Einsatzkräfte verschiedenster Organisationen haben am Wochenende am Germeringer See ein groß angelegtes Katastrophenszenario erfolgreich trainiert. Die Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck hatte das Bayerische Rote Kreuz eingeladen, bei der Organisation und Durchführung dieser Übung mitzuwirken. Die Planung der Übung dauerte nahezu zwei Jahre.
Ausgangspunkt der Übung war ein großflächiger Waldbrand bei hochsommerlichen 30 Grad und Badewetter. Während viele Badegäste rund um den See eingeschlossen waren, wurden einige Personen vermisst. Zusätzlich ereignete sich ein Bootsunglück auf dem See. Parallel musste eine Kleinsiedlung mit rund 250 Einwohnerinnen und Einwohnern vollständig evakuiert werden. Das BRK war für die medizinische Versorgung, die Wasserrettung, die Evakuierung und den Betrieb einer Betreuungsstelle zuständig.
Der Schwerpunkt der gesamten Übung lag auf Führung, Organisation und Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen.
Die Einsatzkräfte der Wasserwacht war mit mehreren Tauchern im Einsatz und suchte im Rahmen des Szenarios nach vermissten Personen im Germeringer See. Vier Personen aus einem gekenterten Boot konnten erfolgreich „gerettet“ und zur weiteren Versorgung an Landrettungskräfte übergeben werden.
Gleichzeitig organisierte die Teams der Bereitschaften die medizinische Versorgung sowie die Betreuung der Evakuierten. Unsere Sanitäterinnen und Sanitäter versorgten verletzte Badegäste sowohl vor Ort als auch in der Notunterkunft, die im Carl-Spitzweg-Gymnasium eingerichtet wurde. Dort wurden die Evakuierten registriert, medizinisch betreut und verpflegt. Für Kinder standen spezielle Betreuungsangebote bereit, und auch die psychosoziale Notfallversorgung spielte eine zentrale Rolle – besonders für Menschen, die durch die Situation stark belastet waren.
Die Übung bot die Möglichkeit, Abläufe der Evakuierung, Aufnahme, Registrierung und Betreuung weiter zu optimieren und das Zusammenspiel mit weiteren Hilfsorganisationen zu verfeinern.
Unser Fazit fällt klar aus: Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit funktioniert hervorragend: Die Übung zeigte, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck gemeinsam leistungsfähig aufgestellt ist – und zugleich, wo weitere Verbesserungen möglich sind, um künftig noch effizienter zu agieren.
Ein besonderer Dank gilt der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck, für die Einladung zur Organisation dieser groß angelegten Übung und die gute Zusammenarbeit während der Übung.
