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Messerfund im Eichenauer See: Wasserwacht gibt Entwarnung

Ein beunruhigender Fund hat die Wasserwacht Eichenau in dieser Woche zu einer umfangreichen Suchaktion am Eichenauer See veranlasst. Während eines Trainings entdeckten Mitglieder der Wasserwacht am Dienstag, 11. August, direkt am Steg ein Messer, das mit der Klinge nach oben im Kies verankert war. Besonders alarmierend: Die Stelle befindet sich genau dort, wo regelmäßig Badegäste ins Wasser springen.

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht verständigten umgehend die Polizei, die das Messer kurze Zeit später sicherstellte. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere gefährliche Gegenstände im Wasser befinden, entschieden die Gemeinde Eichenau und die Wasserwacht gemeinsam, den betroffenen Bereich zunächst abzusperren.

Für die Wasserwacht stand schnell fest, dass vor einer Wiederfreigabe des Badebereichs eine gründliche Untersuchung erforderlich sei. Bereits am folgenden Tag trafen sich deshalb mehrere ehrenamtliche Mitglieder zu einer kurzfristig organisierten Suchaktion. Einige Helfer nahmen hierfür eigens Urlaub, andere unterbrachen sogar ihre Ferien, um die Sicherheit am See zu gewährleisten.

Systematisch wurde der Bereich rund um den Steg sowohl vom Ufer als auch vom Wasser aus abgesucht. Die gute Nachricht: Weitere Messer oder vergleichbare gefährliche Gegenstände wurden nicht gefunden.

Ganz ohne Funde blieb die Suche allerdings nicht. Die Einsatzkräfte bargen mehrere Flaschen, darunter auch zerbrochene Exemplare, verschiedene Schwimm- und Taucherbrillen, Kleidungsstücke sowie Teile eines Fahrrads. Die Aktion machte einmal mehr deutlich, wie viele Gegenstände sich im Laufe der Zeit auf dem Grund eines Badesees ansammeln und welche Risiken insbesondere von Glasscherben für Badegäste ausgehen können. Die Wasserwacht bittet daher alle Besucherinnen und Besucher, Müll und Gegenstände nicht am oder im See zurückzulassen.

Für einen besonderen Moment sorgte jedoch ein kleiner Fund, der den ehrenamtlichen Helfern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Zwischen den geborgenen Gegenständen befand sich eine weiß-blaue Taucherbrille. Kurz nachdem die Taucher ihre Fundstücke an Land gebracht hatten, kam der kleine Emilio mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zur Wasserwachthütte und fragte, ob zufällig eine solche Brille gefunden worden sei.

Tatsächlich handelte es sich um genau die Brille, die der Junge bereits beim Kindertag am Eichenauer See verloren hatte. Seitdem war sie vermisst worden. Entsprechend groß war die Freude, als Emilio seine Taucherbrille unerwartet zurückerhielt. So endete ein Einsatz, der mit einem ernsten Sicherheitsvorfall begonnen hatte, doch noch mit einem erfreulichen Erlebnis.